Erfahrungsbericht Tiefbautechniker Alexander Teders

Alexander Teders

Tiefbautechniker Alexander Teders 

„Es gibt kein schlechtes Wetter!“ 

Tiefbautechniker Alexander Teders berichtet, warum er jeden Morgen gerne zur Arbeit fährt. 

Alexander Teders stammt gebürtig aus Rheine-Mesum. Nach seiner Ausbildung zum Straßenbauer bei Gieseke absolvierte er ein berufsbegleitendes Studium zum Tiefbautechniker. Diese Kenntnisse setzt er heute bei Gieseke als Polier in großen Bauprojekten im gesamten bundesdeutschen Raum ein. 

Interview

Wie sind Sie auf Ihren Beruf gekommen? 

Teders: Mein Vater ist selbständig im Straßenbau. Da hatte ich vorher im Rahmen von Ferienjobs schon Gelegenheit, in den Job reinzuschnuppern. 

 

Offenkundig mit guten Erfahrungen. Was macht den Beruf für Sie aus? 

Teders: Dass man jeden Tag etwas anderes macht und immer wieder vor neuen Herausforderungen steht. 

 

Ihr Beruf spielt sich weitestgehend an der frischen Luft ab, ob minus fünf Grad im Winter oder plus 35 Grad im Sommer … ist das nicht manchmal anstrengend? 

Teders: Im Gegenteil: Ich arbeite total gerne draußen. Da gilt für mich der Spruch: Es gibt kein schlechtes Wetter – nur unpassende Kleidung. Und im Sommer trinkt man halt viel Mineralwasser. Wenn das Wetter wirklich einmal ganz schlecht ist, hat man auch die Möglichkeit, sich unterzustellen. 

 

Der Traumjob stand also schnell fest – was war bei der Wahl des Arbeitgebers entscheidend? 

Teders: Gieseke ist hier in der Ecke natürlich ein Begriff. Jeder weiß, dass das eine sehr gute Firma ist. Da fiel mir die Entscheidung nicht nur aufgrund des Heimvorteils leicht. 

 

Also haben Sie eine Bewerbungsmappe in die Post gegeben und abgewartet? 

Teders: Damals war der Betrieb ja noch etwas kleiner. Ich habe direkt persönlich bei der Geschäftsführung vorbeigeschaut – und auch gleich eine Zusage bekommen. Heute geht es hier zwar immer noch familiär zu, aber inzwischen sind es so viele Azubis geworden, dass sie einen eigenen Ansprechpartner haben. 

 

Sie waren damals gerade erst in der 9. Klasse. Hatten Sie keinerlei Berührungsängste? 

Teders: Die braucht man hier nicht zu haben. Wir sehen uns als Gieseke-Familie, und die Wege sind kurz. Wenn die Firmenleitung jemanden mit einer Gieseke-Jacke sieht, kommt sie auch einfach mal auf einen zu und fragt, wie die Lage ist. Und jeder – ob Ingenieur oder Azubi – kann jederzeit zur Geschäftsführung gehen, wenn er ein Anliegen hat. 

 

Ihr erster Ausbildungstag war der 1. August 2012. Wie haben Sie sich beim Aufstehen gefühlt? 

Teders: Klar ist man aufgeregt. Aber dann lief alles wie von selbst: Ich bin morgens am Platz angekommen, habe meinem Ausbilder die Hand gegeben, und dann ging es auch schon zur Baustelle. Inzwischen gibt es allerdings einen Welcome-Day für die neuen Azubis. 

 

Außerdem arbeiten die Auszubildenden inzwischen in einer eigenen Kolonne. Ist das ein Vorteil? 

Teders: Es ist sehr gut, dass die Azubis einen eigenen Ansprechpartner haben und sich untereinander austauschen können. Aber sie lernen ja trotzdem auch andere Kolonnen kennen. Jede Kolonne arbeitet unterschiedlich, und es ist wichtig, dass zwischendurch mal durchgetauscht wird, um andere Arbeitsweisen kennen zu lernen. 

 

Und wie ist die Ausbildung aufgebaut, in Ihrem Fall zum Straßenbauer? 

Teders: Die Ausbildung besteht aus drei Blöcken, die sich alle paar Wochen abwechseln: Arbeit im Betrieb, Lehrbauhof und Berufsschule. Auf dem Lehrbauhof lernt man zum Beispiel, ein Pflasterstück sauber auszuführen, in der Schule steht Theorie wie Wirtschaftslehre, Baustoffkunde, Politik oder Mathe auf dem Stundenplan. Nach zwei Jahren macht man eine Zwischenprüfung, nach drei Jahren dann die Abschlussprüfung. 

 

Sind die Prüfungen eine große Hürde? 

Teders: Für mich nicht, ich habe mit der Note 1,4 bestanden. Mir haben aber auch sowohl Theorie als Praxis großen Spaß gemacht. 

 

Und nach der Ausbildung? 

Teders:  … wird man bei Gieseke zu 99 Prozent übernommen. Wer sich in der Ausbildung gut gemacht hat, bekommt auch einen Anschlussjob. 

 

Wie ging es für Sie persönlich weiter? 

Teders: Ich habe meine Ausbildung 2015 beendet und bin direkt übernommen worden. Parallel dazu habe ich mich für eine Zusatzqualifikation zum staatlich geprüften Bautechniker, Studiengang Tiefbau, entschieden. In meinem Fall lief das berufsbegleitend über vier Jahre. Jeweils freitags und samstags bin ich dafür zum Berufskolleg Münster gefahren. Mit dem Abschluss 2019 war ich dann Tiefbautechniker. Bei Gieseke setze ich diese erweiterten Kenntnisse jetzt als Polier ein. 

 

Die Baustellen liegen allerdings nicht zwangsläufig in der näheren Umgebung. Ist das manchmal schwierig? 

Teders: Auch einmal auf Montage zu gehen, gehört in unserem Beruf dazu. Zumindest für die ausgelernten Mitarbeiter. Für die Azubis gilt das noch nicht. Ich selbst war jetzt zum Beispiel für ein paar Monate in Hamburg und habe dort eine große Baustelle betreut. Es hat schon auch was, wenn man abends einfach mal im Hamburger Hafen ein Feierabendbier trinken kann. Damit das für Kollegen mit Familie besser zu organisieren ist, läuft die Montagewoche häufig von Montag bis Donnerstag. 

 

Wenn Sie auf Ihre bisherige berufliche Laufbahn zurückschauen: Welches Fazit würden Sie ziehen und was planen Sie noch in Sachen Karriere? 

Teders: Ich bin immer gerne zur Arbeit gefahren! Wohin mein Weg mich noch führt? Jetzt gerade möchte ich erst einmal auf der Baustelle bleiben – aber man weiß ja nie, was noch kommt. Vielleicht sogar Bauleitung? Gieseke ist zum Glück ein Unternehmen, das für jeden Wunsch nach Weiterbildung immer ein offenes Ohr hat. 

 

Und gibt es ein Highlight, an das Sie besonders gerne zurückdenken? 

Teders: Ein Höhepunkt war definitiv die Weihnachtsfeier 2019, als Micky Krause aufgetreten ist! Da haben selbst die Leute kräftig mitgefeiert, die sonst auf ganz andere Musik stehen!